Virtuelle Realität: die Neuheiten im Überblick
· Michel Aguilera

Die virtuelle Realität und die verschiedenen Arten von Headsets haben wir bereits in diesem früheren Artikel behandelt. Heute schauen wir uns die Entwicklungen an, die seither stattgefunden haben, und zwar insbesondere beim Headset von Facebook, der Oculus Quest 2. Unboxing und erste Eindrücke.
Ab in die virtuelle Welt…!
Im Bereich der Projektion virtueller Umgebungen gab es diverse Headset-Generationen. Microsoft hat eine zweite Generation seines Headsets herausgebracht, die HoloLens 2:
Dieses Headset verbindet virtuelle Realität mit der Projektion ins reale Sichtfeld. Das eröffnet völlig neue Interaktionsmöglichkeiten. Man spricht hier von erweiterter Realität (Augmented Reality). Der große Vorteil ist, dass es für den Betrieb nicht ständig mit einem Computer verbunden sein muss. Es ist also eigenständig und ermöglicht kabelloses Arbeiten.
Die Interaktion mit einem Körperteil ist ein wichtiges Element bei der Nutzung der erweiterten Realität. In der virtuellen Realität kann man vernetzte Handschuhe verwenden, doch das erfordert eine gewisse Anbindung, die sich mitunter als kompliziert erweisen kann, sei es mit den verschiedenen Programmen oder mit dem System, das die virtuelle Realität betreibt.
Hier noch ein weiteres Anwendungsbeispiel für erweiterte Realität bei Microsoft, mit der HoloLens 2 und Branchensoftware:
Im Zuge der zunehmenden Verbreitung der virtuellen Realität haben mehrere Hersteller versucht, eine Antwort auf dieses neue Marktsegment zu liefern. Die größte Schwierigkeit besteht darin, bei relativ hohen Preisen einen Softwarekatalog anzubieten, der der breiten Öffentlichkeit gefällt.
Ob für Spiele oder für Entdeckungserlebnisse – die virtuelle Realität eröffnet eine unglaubliche Bandbreite an Möglichkeiten. Ein wichtiges Element ist dabei, eine gewisse Interaktion zwischen dem Nutzer und der virtuellen Umgebung zu ermöglichen (Objekte berühren oder Elemente im Raum bewegen zu können).
Facebook hat dieses Problem mit der Oculus Quest 2 gelöst, und zwar mit interaktiven Controllern, die sehr intuitiv und umfassend sind:

Die Controller sind mit Handschlaufen ausgestattet, damit man sie während der Nutzung nicht verliert, und erinnern an einen Videospiel-Joystick, mit Interaktionen zwischen linker und rechter Hand. Hier ein kurzes Video zur Markteinführung der Oculus Quest 2:

Das attraktivste Argument der Oculus Quest 2 ist ihr Preis, der sehr interessant ist, um in die VR einzusteigen (2 interne Speichergrößen, 64 GB oder 256 GB). Der interne Speicher ist für die Installation der Apps vorgesehen. Mit einem recht gut bestückten App-Katalog lässt man sich ziemlich schnell vom Spiel mitreißen:

Der wichtigste Punkt ist aber, dass die Oculus Quest 2 ein eigenständiges VR-Headset ist. Das bedeutet, dass man für die Nutzung weder einen Computer noch ein Smartphone benötigt (nur bei der Erstaktivierung). Idealerweise verfügt man über ein Facebook-Konto oder legt sich ein Konto auf der Oculus-Website an. Hier das offizielle Unboxing-Video von Oculus:
Danach ist eine (gute) Internetverbindung erforderlich (es sind HD-Inhalte oder höher verfügbar). Einer der Hauptvorteile sind die Spiele… aber nicht nur!
Eine der Möglichkeiten besteht darin, die Quest 2… mit einem Computer zu verwenden! Sei es über das Oculus-Link-Kabel oder mit Programmen, mit denen Sie sich per WLAN mit einem Computer verbinden können. Zum Beispiel eine Lösung wie Virtual Desktop in der VR.
Das vorhandene Zubehör für die Oculus ist ziemlich teuer, manches davon aber wirklich praktisch. Ein Beispiel ist die Ladestation von Dazed. Vorstellungsvideo:
Fazit… kann man sich darauf einlassen?
Mir ist aufgefallen, dass die Community rund um die Oculus im Wesentlichen englischsprachig ist (was die Spiele betrifft) und dass von der Nutzung von VR-Headsets abzuraten ist, wenn man Probleme mit dem Sehen hat (Motion Sickness). Aber abgesehen davon ist dieses Gerät sehr fesselnd, und zu einem sehr aggressiven Preis (weniger als 500.-) kann man in die Welt der virtuellen Realität einsteigen.