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Homeoffice, Fernzugriff und Schutzsysteme
· Michel Aguilera

Im letzten Artikel ging es um Lösungen für das Homeoffice. In den allermeisten Fällen müssen die Methoden für den Zugriff auf Unternehmensressourcen ein gewisses Sicherheitsniveau einhalten. Wir schlüsseln auf, welche Mittel es gibt, wie man seinen Computer oder sein elektronisches Arbeitsgerät unter allen Umständen richtig schützt und wie man jeden Einzelnen in die Verantwortung nimmt. Ein Überblick über die Sicherheit… für alle!
Vernetzt – und geschützt!
Wir alle nutzen Geräte, die sich mit dem Internet verbinden, sei es in der Freizeit oder im Homeoffice. Für Unternehmen bedeutet die Begrenzung der IT-Risiken im Zusammenhang mit dem Homeoffice konkrete Maßnahmen und technische Lösungen. Es ist wichtig, an einige grundlegende Punkte in Sachen Sicherheit zu erinnern.
- Fernzugriffe authentifizieren. Das erste Mittel, um ein fremdes Eindringen in das System des Unternehmens zu verhindern, ist die Einführung eines Identifikationssystems für die Mitarbeitenden im Homeoffice, wenn sie sich verbinden (Benutzername, Passwort, Einmalcode…).
- Geräte trennen und schützen. Über einen Virenschutz hinaus besteht der einfachste Weg, das Risiko einer Ansteckung zwischen der Hardware des Mitarbeiters und dem IT-System des Unternehmens zu vermeiden, nach wie vor darin, die Administratorrechte auf dem Rechner so weit wie möglich einzuschränken. Und folglich den Mitarbeitenden im Homeoffice einen PC zur ausschließlich beruflichen Nutzung zur Verfügung zu stellen, der von der IT-Abteilung regelmäßig – sicherheitstechnisch – aktualisiert wird. Wenn der Mitarbeiter seine eigene IT-Ausrüstung verwendet, ist es seine Pflicht, sicherzustellen, dass die Sicherheit (Netzwerkperimeter und lokal auf seinem Rechner) gewährleistet ist.
- Den Zugriff auf Daten absichern. Um den Informationsfluss zwischen dem Arbeitsplatz und dem Netzwerk des Unternehmens abzusichern, kann auch ein VPN (Virtual Private Network) genutzt werden, auch wenn dieses Verbindungsmodell mit der Entwicklung der Cloud immer weniger Daseinsberechtigung hat. Die Einrichtung einer Plattform für virtuelle Desktops ermöglicht es nämlich, von überall und auf jedem Gerät auf die sensiblen Daten des Unternehmens zuzugreifen, ohne direkt physisch damit verbunden zu sein. Die Cloud-Lösung erlaubt es, die Authentifizierung für die Nutzung des Arbeitsgeräts, das immer schwer zu schützen ist, von der Authentifizierung für den Zugriff auf sensible Informationen zu entkoppeln. Am Ende zählt die Absicherung der gespeicherten Daten, die übertragen werden.
- Sichere Netzwerke verwenden. Wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, stellen Sie sicher, dass entweder Ihr Arbeitsgerät mit einer korrekt konfigurierten lokalen Firewall ausgestattet ist oder Ihre Internetverbindung hinter einer physischen Firewall liegt (manchmal im Router des Internetanbieters integriert). Vergessen Sie nicht, dass auch Ihr WLAN abgesichert sein muss (verwenden Sie WPA oder WPA2, um den Zugang zum Funknetz zu schützen).
Um gut zu verstehen, wie das Homeoffice funktioniert, lade ich Sie ein, noch einmal den vorherigen Artikel zu lesen und einen Blick auf das folgende Video zu werfen:
Es ist wichtig, die Mitarbeitenden im Homeoffice für IT-Risiken zu sensibilisieren. Wir sehen uns nun an, wie man die verschiedenen Aspekte seiner Umgebung für die Fernarbeit schützt. Beginnen wir mit einem wichtigen Element: dem Virenschutz.
Die große Mehrheit der Computer mit aktuellen Betriebssystemen (Windows 10, MacOS Catalina usw.) verfügt über einen lokalen Schutz, doch aus Sicherheitssicht reicht das nicht aus. Experten empfehlen sogenannte Next-Gen-Endpoint-Agenten, also „intelligente“ Antiviren-Agenten oder solche, die mit künstlicher Intelligenz gekoppelt sind. Hier die Lösung von Microsoft, ATP. Es handelt sich um eine Lösung, die sowohl unter Windows als auch auf dem Mac funktioniert. Vorstellung im Video (auf Englisch):
und ein technisch umfassenderer Ansatz in diesem Video (auf Englisch):
Selbstverständlich handelt es sich um Lösungen für Unternehmen. Für Privatpersonen gibt es passende Produkte mit optimalem Schutzniveau. Ein Beispiel ist das Unternehmen Cylance. Es bietet zu einem bescheidenen Jahrespreis Schutz für bis zu 10 private Computer (Ihren eigenen, den der Kinder oder anderer Familienmitglieder). Sie können regelmäßig prüfen, welche Lösungen in unabhängigen Testlaboren in Sachen Schutz am besten bewertet werden, zum Beispiel unter https://www.av-test.org/en/antivirus/
Microsoft bietet auch einen Schutz für den Datenbereich, vor allem wenn Sie mit den Cloud-Lösungen von Office 365 arbeiten. Die Produktlinie Enterprise Mobility Suite deckt genau diese Punkte ab. Allgemeines Vorstellungsvideo (auf Englisch):
Sprechen wir über die Sicherheit beim Zugang zu Ihrem Computer. Wenn Sie sich an Ihrem Computer anmelden, verwenden Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort. Genau an diesem letzten Element können Hacker ansetzen, um sich auf Ihrem Rechner anzumelden. Seit einiger Zeit kann man sogenannte Zwei-Faktor-Lösungen verwenden (Kombination: Benutzer + Passwort + ein spezieller Code oder auch Biometrie).
Bei der Biometrie sind Fingerabdruck und Gesichtserkennung zu erschwinglichen und einfach einzurichtenden Technologien geworden. Die Mac-Welt steht dem in nichts nach, denn die MacBook Pro bieten Biometrie (Fingerabdruck, TouchID genannt). Ein kurzes Erklärvideo:
Es gibt auch Fingerabdruckleser von Drittanbietern, die sowohl unter Windows als auch auf dem Mac funktionieren, zu Preisen ab etwa 30 €.
Wenden wir uns einem weiteren Aspekt zu: Wie sichert man die Festplatte des Computers? Wir haben einen Virenschutz installiert und einen sicheren Zugang zu unserer Sitzung eingerichtet, aber die Festplatte kann ausgebaut und gestohlen werden! Wie kann man sich davor schützen und verhindern, dass sensible Daten ausgelesen werden? Indem man die Festplatte oder die USB-Sticks verschlüsselt. Ein kurzes Lehrvideo zur Nutzung der Windows-Technologie BitLocker:
Und die Technologie FileVault unter MacOS, ähnlich wie BitLocker:
Wie Sie sehen, ist die Einrichtung alles in allem recht einfach. Man findet das in allen Betriebssystemen, und es gewährleistet die Sicherheit der auf Ihren Festplatten gespeicherten Daten.
Ich möchte diesen Artikel mit einem wiederkehrenden Problem abschließen: der Verwaltung von Passwörtern. Wir alle haben Mühe, uns unsere Passwörter zu merken (sei es für den Zugang zu unseren Lieblingswebsites oder für unsere verschiedenen anderen Authentifizierungen). Zur Erinnerung an die bewährten Praktiken rund um Passwörter: https://www.cybermalveillance.gouv.fr/tous-nos-contenus/bonnes-pratiques/51
Und was Lösungen zur Passwortverwaltung angeht, sehen wir uns einige Passwortmanager an. Einer der bekanntesten (und kostenlos!) ist Keepass. Schulungsvideo:
Hier eine kleine Abbildung, um sich einige bewährte Praktiken in Erinnerung zu rufen:

Und für ein kommerzielles, plattformübergreifendes Produkt, das auch auf Mobilgeräten funktioniert, empfehle ich 1Password. Weitere Informationen auf dem YouTube-Kanal
Fazit: Sind wir jetzt kugelsicher?
Wenn jeder in Sachen IT-Sicherheit Verantwortung übernimmt, kann man für die Zukunft mit Komfort und Seelenruhe rechnen. Dennoch muss man regelmäßig prüfen (oder prüfen lassen), ob alles in Ordnung und auf dem neuesten Stand ist (zögern Sie nicht, Fachleute auf diesem Gebiet zu fragen). Sicherheit liegt in der Verantwortung aller, und wir müssen stets sicherstellen, dass wir über alle notwendigen Schutzmaßnahmen verfügen.